DAS WORMSER

Ein Haus. Für alle. Für alles.

Details

  • Kunde: DAS WORMSER - Theater, Kultur- und Tagungszentrum
  • Aufgabe: Wir brauchen einfach alles – vom Namen übers Corporate Design bis hin zu ... naja, alles halt ...
  • Zielgruppe: Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Worms und Umgebung, Kulturschaffende sowie Unternehmen
  • Budget: ausreichend
  • Kategorien: B2B, B2C, Claim, Corporate Identity, Konzept, Naming, Online, Printwerbung, Video
Des Kunden Seite

Bevor ich zuschlagen konnte, brauchte es erst einmal einen Zuschlag …

Zu Beginn dieses Jahrtausends erhielt die Stadt Worms die Zusage für ein neues Gebäude mit altem Kern. Das altehrwürdige Theater sollte einen Anbau erhalten mit zahlreichen Räumen und Flächen, die vielfältig genutzt werden konnten – für Events, Messen, Tagungen, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und und und … So was musste natürlich ordentlich ausgeschrieben werden …

Das Rennen machte das weit über die regionalen, sogar die nationalen Grenzen bekannte Architekturbüro gmp. Dieses war auch federführend beim Bau des Berliner Hauptbahnhofs, des Nelson Mandela Bay Stadions in Port Elizabeth (anlässlich der Fußball-WM 2010), die Baku Crystal Hall (wo das Finale des Eurovision Song Contests 2012 stattfand) und vieler weiterer Meisterwerke – und so eines stellten sie auch 2011 in der Nibelungenstadt Worms hin.

Das Kind beim Namen nennen …

Gaaaanz früher wollte ich mal in den Diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland. Aber irgendwann reifte die Erkenntnis, dass das mit meiner Neigung zu Klarheit und Wahrheit wohl nicht vereinbar war. (Es könnte aber natürlich auch sein, dass ich vor dem Eingangstest gekniffen habe. Ich erinnere mich nicht mehr so genau … 🙂  In dem Falle aber kam mir die Neigung sehr zupass …

Das Problem der Tradition
In Worms ist alles Nibelungen. Klar, hier spielt die weltberühmte Nibelungen-Sage, hier finden alljährlich die Nibelungen-Festspiele statt, also warum das Haus in der Nibelungenstadt Worms nicht einfach Nibelungenhalle nennen?

Eine so naheliegende, wie schlechte Idee, denn zum einen gab es eine solche bis 2004 in Passau (Der aus der Zeit des Nationalsozialismus stammende Veranstaltungshalle, in der die CSU jahrzehntelang ihren politischen Aschermittwoch abhielt, ist inzwischen abgerissen), zum anderen steht noch eine in Königswinter. (Diese wurde 1913 zum 100. Geburtstag Richard Wagners eröffnet.)  Dafür gibt es wiederum in Worms Nibelungen-Museum, Nibelungen-Taxi, Nibelungen-Einkaufszentrum, Nibelungen…noch-und-nöcher … Nibelungenhalle entspräche also in keinstem Fall dem Niveau und auch der Einzigartigkeit der Architektur.

Das Problem des Mangels an Kreativität
Sehr gern wird in einem solchen Fall auch Forum genommen. Ebenfalls naheliegend, ebenfalls falsch, denn erstens kann ein Forum einfach nur eine Veranstaltungsreihe sein, außerdem gibt es derer, ob als Quasseltreff oder Gebäude, Hunderte. Also wäre dies zur Herausstellung der Einzigartigkeit ungeeignet. Zumal der Tagungsmarkt ein hart umkämpfter ist. Auf zahlreichen Messen präsentieren sich alle möglichen Tagungszentren – und die allermeisten davon tragen entweder völlig generische Namen wie eben -forum oder -halle oder Phantasienamen oder beides oder super einfach Tagungszentrum Ortschaft – und dieses im schlimmsten Fall noch abgekürzt, so dass sich am Ende niemand der Messebesucherinnen und – besucher an das jeweilige Haus dezidiert erinnern kann. Ganz anders …

DAS WORMSER!

Ja, das mag plump erscheinen, ist aber super clever. Denn: Was beherbergt dieses Gebäude alles? Ein Theater, ein Kongresszentrum, ein Tagungszentrum. Darunter befindet sich auch ein Parkhaus und zudem könnte es eines Tages auch noch ein Hotel in der Nähe geben. Vielleicht auch ein Kino. Und all diesen Angeboten ist eines gemein: Sie sind neutra, d.h. das Theater, das Kongresszentrum, das Tagungszentrum, das Parkhaus, das Hotel und notfalls auch das Kino. Dank dieses Namens lassen sich aber all diese Einzelangeboten sowohl ganzheitlich bewerben als auch einzeln – und genau das haben wir getan.

Das Büro für Gestaltung G710 entwickelte auf der Basis ein klares, leicht zuorden- und schnell wiedererkennbares Corporate Design, wo jeder Bereich sein ganz eigenes farbiges Erscheinungsbild bekam, aber immer unter der Dachmarke.

Und exakt das wurde dann immer wieder so zusammengestellt, dass alles eigen blieb, aber doch immer ein großes Ganzes ergab, wie an diesem Video (Schnitt: MediaServiceCenter) erkennbar ist.

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P.S.: Das Parkhaus gibt es auch, aber …

… unsere Gestaltungsvorgaben konnten sich gegen die, sagen wir mal: CD-Vorgaben des Gesetzgebers in Sachen Verkehrsschilder nicht durchsetzen.

Keine Details.
Auf Basis dieses CD erstellten wir dann über die Jahre allerlei klassische Werbemittel:

  • Geschäftsausstattung (Briefvorlagen, PPT-Vorlagen, Visitenkarten etc.)
  • Jahresprogramm Theater
  • Einzelplakate und -banner für Events
  • Flyer
  • Broschüren
  • Messestände

Viele Extras!
Viel interessanter sind aber die Aktionen, die wir (mit-)entwickelten. Insbesondere hat uns sehr gefallen, weil sich auch bis heute gehalten:

(Weitere Infos? Klicken Sie aufs Bild.)

Das ganze Projekt ist eines, auf das ich wirklich sehr stolz bin. Weil wir es mit sehr wenig Leuten bei allen Widerständen im Stadtrat und einigen Bürgerinnen und Bürgern sowie der lokalen Presse letztlich gewuppt bekamen, die aber bzw. weil sie wussten, was sie taten, und Lust darauf hatten, genau das zu tun: unseren inzwischen bereits mehrfach ausgezeichneten Kunden perfekt in Szene zu setzen.


Lust drauf? Ich auch.
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